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Interdisziplinäres Zentrum für Viszeralmedizin

Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht bestmögliche Erfolge in der Prävention, der Diagnostik und der Therapie.
Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht bestmögliche Erfolge in der Prävention, der Diagnostik und der Therapie.

Was bedeutet interdisziplinäre Viszeralmedizin?


Eine Vielzahl von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts einschließlich der Speiseröhre, der Leber, der Gallenblase und Gallenwege sowie des Pankreas betreffen Gastroenterologie und Viszeral­chirurgie gleichermaßen. Eine effiziente Diagnosefindung und Therapieentscheidung erfordert daher die interdisziplinär abgestimmte Kompetenz verschiedener Fachbereiche. Eine besondere Stärke des Gemeinschaftskrankenhauses ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen für Allgemeine Innere Medizin / Gastroenterologie (Prof. Dr. Dumoulin), Allgemein- und Viszeralchirurgie (PD Dr. Sido), Diagnostische und Interventionelle Radiologie (PD Dr. Textor) sowie Gynäkologie und Geburtshilfe (Dr. Roos). Für alle gastrointestinalen Krebserkrankungen erstellen wir Behandlungskonzepte in unserer wöchentlichen Interdisziplinären Tumorkonferenz Bonn Innenstadt in Kooperation mit dem Zentrum für Ambulante Hämatologie und Onkologie (PD Dr. Vaupel, PD Dr. Robertz-Vaupel, Prof. Dr. Verbeek), der Strahlentherapie der Robert Janker Klinik (Prof. Dr. Baumert, PD Dr. Kovacs) und dem Institut für Pathologie Bonn-Duisdorf (Dr. Várnai-Händel).
 
Bei der Vielzahl der Krankheitsbilder sprechen Chirurgen und Internisten die Behandlungs­pfade gemeinsam ab. In der Notambulanz werden Patienten mit unklaren Bauchbeschwerden grundsätzlich von Ärzten beider Fachrichtungen - gegebenenfalls unter Hinzuziehung der Abteilung für Gynäkologie - evaluiert. Art und Umfang der Diagnostik werden interdisziplinär abgestimmt, das Behandlungskonzept gemeinsam erstellt und komplexe Krankheitsbilder im Verlauf fachübergreifend betreut. So werden unnötige oder doppelte Untersuchungen vermieden, ebenso überflüssige Verlegungen und Informationsverluste. Oftmals führen Internisten und Chirurgen Untersuchungen gemeinsam durch, egal ob letztlich operiert werden muss oder nicht. Besondere Schwerpunkte liegen in der diagnostischen und interventionellen gastroenterologischen Endoskopie (einschließlich der organerhaltenden endoskopischen Entfernung von Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts in ganz frühen Stadien), in der minimal invasiven Chirurgie ("Schlüssellochchirurgie") bis hin zur hochkomplexen Viszeralchirurgie (Operationen an Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Leber). So können wir am Gemeinschaftskrankenhaus das komplette Behandlungsspektrum der Viszeralmedizin anbieten und auf dieser Basis individuell für jeden Patienten das optimale Therapiekonzept erstellen.

Schwerpunkte der Viszeralmedizin

Speiseröhre

  • Refluxerkrankung bei Zwerchfellbruch (Sodbrennen)
  • Divertikel, Achalasie und andere Funktionsstörungen (Schluckstörungen)
  • Blutungen, Ösophagusvarizen
  • Gutartige Tumore, Speiseröhrenkrebs

Magen und Zwölffingerdarm

  • Blutungen (akut, chronisch)
  • Entzündliche Erkrankungen (Gastritis, Geschwür)
  • Gutartige Tumore, Magenkrebs

Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

  • Akute/chron. Entzündung (Pankreatitis) und deren Komplikationen (Pseudozysten etc.)                                                                       
  • Gutartige Tumore (insbes. zystische Tumore), Bauchspeicheldrüsenkrebs     

Leber

  • Abklärung unklarer Leberherde
  • Leberzirrhose und deren Komplikationen
  • Leberzysten und deren Komplikationen
  • Gutartige Tumore, Leberzellkrebs
  • Lebermetastasen (Tumorabsiedlungen)

Gallenblase und Gallenwege

  • Gallensteinleiden (Gallenblasensteine, Gallengangsteine, Gallenblasenentzündung)
  • Gutartige Tumore, Krebs der Gallenblase oder Gallengänge

Dünndarm, Dickdarm und Enddarm

  • Durchfallerkrankungen (z.B. Darminfektionen, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Divertikelkrankheit und ihre Komplikationen (Darmdurchbruch, Abszess, Blutung, Enge)
  • Darmblutungen (akut, chronisch) und Durchblutungsstörung des Darmes
  • Darmverschluss, Stuhlinkontinenz
  • Krebsvorstufen (Adenome, Polypen) und Darmkrebs                                                                                           

Informationsbroschüre

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