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Carotischirurgie

Ärzte während eines Eingriffes an der Carotis.
Ärzte während eines Eingriffes an der Carotis.

Es werden im Jahr weit über hundert Patienten mit Verengungen oder Gerinnseln an der Halsschlagader operativ oder interventionell mittels Stent versorgt. Die Entscheidung, welches Therapieverfahren für den Patienten sinnvoll ist, wird im interdisziplinären Gespräch zwischen Gefäßchirurgen, interventionellen Neuroradiologen und Neurologen festgelegt und ausführlich mit dem Patienten besprochen. Selbstverständlich wird wenn medizinisch vertretbar der spezifische Therapiewunsch des Patienten berücksichtigt.

Patienten mit einem akuten Schlaganfall werden auf der zertifizierten Stroke Unit in den LVR Kliniken (CA Neurologie Prof. Dr. R. Biniek) behandelt. Durch die radiologische Kooperation des GK Bonn mit den LVR Kliniken wird eine hochmoderne Bildgebung des Kopfes und der Gefäße (1,5 Tesla MRT/MRA) sofort bei Aufnahme durchgeführt. Stellt sich heraus, dass die Ursache des Schlaganfalles eine hochgradige Engstelle der Halsschlagader ist (circa 25%), wird sehr zeitnah die gefäßchirurgische Behandlung durchgeführt.

Alle Patienten mit einer Halsschlagaderverengung (Stenose), die bisher keine Symptome (z.B. kurzzeitige Blindheit, Sprachverlust, Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen einer Körperseite) gemacht hat, werden gründlich nicht invasiv mit Ultraschall und ggfs. entsprechender Bildgebung (MRA/MRT) untersucht und ausführlich über die verschiedenen Therapieoptionen aufgeklärt. Hier ist von entscheidender Bedeutung, dass zum jetzigen Zeitpunkt die internationale Studienlage zur asymptomatischen Carotisstenose nur bei hochgradigen Engstellen einen kleinen Nutzen der Operation bzw. des Stentes gegenüber der konservativen Medikation aufweist. Es muss daher für jeden Patienten individuell das entsprechende Risiko und der Nutzen der operativen Maßnahme abgewogen werden. Ein Teil der Patienten kann ebenso gut mit Medikamenten behandelt werden.

Die Carotisoperation wird grundsätzlich mit einem Neuromonitoring des Gehirns (SEP) durchgeführt und intraoperativ wird das Operationsergebnis durch eine Gefäßdarstellung in 2 Ebenen zur internen Qualitätskontrolle dokumentiert. Postoperativ werden die Patienten von einem unabhängigen Neurologen untersucht, um die Operationsergebnisse objektiv zu dokumentieren. Diese Daten gehen in die gesetzlich vorgeschrieben externe Qualitätssicherung ein, in der uns in den letzten 10 Jahren eine gleichbleibend hohe Qualität mit sehr geringer Komplikationsrate bescheinigt wurde!

Radiologie des Gemeinschaftskrankenhauses

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