Ab 20. Mai gelten gelockerte Besuchsregeln!

Neue Balance in Pandemie-Zeiten

In den deutschen Krankenhäusern bereiten sich alle auf den Re-Start in der Pandemie vor. Die Versorgung der Covid-19-Patienten bleibt gesichert, dabei gibt es aber eine schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb. Auch Besuche sind zeitweise erlaubt.

Neue Balance in Pandemie-Zeiten

Das Gemeinschaftskrankenhaus stellt weiterhin die Versorgung der Covid-19-Patienten auf Normal- wie Intensivstation sicher, kehrt aber zugleich schrittweise „in einen Regelbetrieb“, wie von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gefordert, zurück: In den Fachabteilungen werden jetzt wieder Behandlungen nicht nur an Notfall-Patienten, sondern auch verantwortbare Eingriffe, die aufgrund der Corona-Bestimmungen länger verschoben werden mussten, durchgeführt. Dabei arbeitet das Gemeinschaftskrankenhaus stets nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts und anderer Experten. Durch ein umfassendes Hygiene- und Schutzkonzept ist für Patienten sowie Krankenhauspersonal das Risiko einer Infektion minimiert. Das Corona Virus hat das Gesundheitswesen insgesamt und auch das Gemeinschaftskrankenhaus vor eine bisher nicht gekannte Herausforderung gestellt. Gemäß der Aufforderung der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten der Länder mussten ab 16. März alle nicht akut notwendigen Operationen, Behandlungen und Krankenhausaufenthalte verschoben werden, um Kapazitäten für die erwarteten schwer an Covid-19 erkrankten Patienten zu schaffen. Alle davon betroffenen Patienten des Gemeinschaftskrankenhauses wurden persönlich kontaktiert und informiert, dass, sobald die Lage es erlaubt, Ersatztermine zur Verfügung gestellt werden. Die Chefärzte waren und sind für die einweisenden Ärzte bei besonderen Fragestellungen in diesem Zusammenhang erreichbar.  Im Gemeinschaftskrankenhaus wurde eine Covid-Task Force eingerichtet, die unter Leitung des Ärztlichen Direktors, Privatdozent Dr. Jochen Textor, täglich zusammentrat, um die zahlreichen zu bewältigenden Aufgaben zu koordinieren. Dr. Textor: „Durch gemeinsame Anstrengungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses ist es uns gelungen, die Kapazität an verfügbaren Beatmungsplätzen zu verdreifachen.“ Dazu wurden in Haus St. Petrus und in Haus St. Elisabeth Operationssäle zu Intensiveinheiten umgebaut und mit intensivmedizinischen Geräten auch aus dem Haus St. Johannes ausgestattet.  Zahlreiche Mitarbeiter wurden für die Betreuung von Intensivpatienten geschult, so dass ausreichend zusätzliches Personal zur Verfügung steht. Für die Behandlung von Covid-19-Patienten, die nicht intensivpflichtig sind, wurden im Haus St. Elisabeth und im Haus St. Petrus je eine Station bereitgestellt. Das gesamte Personal erhielt spezielle Hygieneschulungen. Die notwendige Ausrüstung mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln war dank der guten Vorratshaltung des Krankenhausträgers Barmherzige Brüder Trier (BBT) zu jeder Zeit vorhanden.  Um eine Ausbreitung des Virus im Krankenhaus zu vermeiden, wurde in beiden Häusern eine je eigene Ambulanz für Covid-19-Patienten bzw. -Verdachtsfälle eingerichtet. Dr. Textor: „Wir machen sowohl PCR- als auch Antikörpertests selbst und haben das Ergebnis in einer Stunde.“ Da die geschaffenen Intensivkapazitäten nicht ausgeschöpft waren, konnten auch einige schwerkranke Patienten aus dem Ausland aufgenommen werden.  Gleichzeitig wurden alle Notbehandlungen, wie Tumor-Operationen und gefäßchirurgische Eingriffe, durchgeführt, und die Notaufnahmen waren jederzeit geöffnet.  Dr. Textor betont, dass alle Mitarbeiter in der Covid-19-Herausforderung „extrem gut mitgezogen“ haben. Auch die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Bonn sei „perfekt“. 

    Schritte zum angepassten Normalbetrieb: neue Termine für verschobene Operationen 

Angesichts der entspannten Corona-Situation gilt es nun, gemäß dem Konzept von Spahn vom 27. April, seit Anfang Mai die Versorgung von Patienten mit akuten oder chronischen Beschwerden, die nicht im Zusammenhang mit dem Corona-Erreger stehen, aber trotzdem so rasch wie möglich behandelt werden sollten, zu ermöglichen. Dazu wird im Gemeinschaftskrankenhaus der klinische Betrieb schrittweise an die bedarfsgerechte Patientenversorgung angepasst, dabei bleibt gewährleistet, gleichzeitig bei einer erneuten Zunahme von Covid-19 Patienten angemessen reagieren zu können.  War die OP-Kapazität zunächst um 50 Prozent reduziert, wurde inzwischen einer der geschlossenen OP-Säle im Haus St. Petrus wieder geöffnet, so dass nun neue Termine für verschobene Operationen vereinbart werden können, zunächst vor allem solche, „die keinen allzu langen Aufenthalt auf der Intensivstation erwarten lassen“, so Dr. Textor. Die OP-Kapazitäten sollen schrittweise im ein- bis zweiwöchigen Rhythmus bald auf bis zu 70 Prozent hochgefahren werden.  Bis 20 Prozent der Intensivbetten werden für Covid-19-Patienten reserviert, es sind auch noch weitere Beatmungsgeräte bestellt, so dass das Haus für eine etwaige zweite Corona-Welle gerüstet ist. Auf der anderen Seite ist die Warteliste insbesondere bei Hüftersatz-Operationen lang. Die Schritte hin zum Normalbetrieb erfolgen, vorbehaltlich der stets neu zu bewertenden Corona-Gesamtsituation, im ein- bis zweiwöchigen Rhythmus.  War die Besucherregelung über Wochen komplett gestoppt, bis auf medizinisch oder ethisch-sozial gebotene Ausnahmen bei Schwerkranken, Dementen und Sterbenden, arbeitet die Covid-Task Force des Gemeinschaftskrankenhauses derzeit an einer neuen Regelung, nach der Patienten bald wieder Besucher empfangen können.   Patientenveranstaltungen sind zurzeit noch ausgesetzt. Aktuelle Hinweise finden sich auf der Homepage www.gk-bonn.de   Im Dezember 2019 erkrankten die ersten Menschen in der chinesischen Stadt Wuhan an Atemwegsinfektionen, die durch ein neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2) verursacht wurden. Seit Jahresbeginn gibt es in vielen weiteren Ländern, so auch in Deutschland, bestätigte Erkrankungsfälle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief Ende Januar eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite aus.  



Und hier finden Sie weiterhin alle wichtigen Infos zum Thema Covid-19:


So verläuft die Erkrankung 

Coronaviren werden vor allem per Tröpfcheninfektion übertragen. Dies kann laut dem Robert Koch-Institut direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit  Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.  Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome, liegt laut WHO zwischen ein bis 12,5 Tagen, könnte jedoch auch bis zu 14 Tagen lang sein. 

Hauptsächlich treten Infekte der Atemwege auf, so sind typische Symptome: Fieber, Husten, Atemnot bis hin zu einer Lungenentzündung. Laut WHO verläuft die Erkrankung überwiegend mild; rund 20 Prozent der Patienten scheinen einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Das betrifft vor allem ältere Menschen mit bereits bestehenden Grunderkrankungen. Zur Sterblichkeit liegen derzeit noch keine validen Informationen vor. Unter den Todesfällen waren bisher vor allem Menschen mit Grunderkrankungen.  

Wie ist die Behandlung? 

Die Symptome werden behandelt, eine ursächliche medikamentöse Therapie gibt es nicht. Bislang gibt es noch keinen Impfstoff; Experten rechnen damit, dass die Entwicklung rund ein Jahr dauern kann. Jedoch konnte dafür SARS-CoV-2 bereits in Italien und Australien isoliert werden.  

Hygiene hilft 

Eine gute und gründliche Händehygiene trägt dazu bei – wie auch bei anderen Infektionskrankheiten – sich vor Ansteckung zu schützen. 

Ein Interview zur effektiven Händehygiene finden Sie hier.

Husten und Niesen sollte man immer in die Ellenbeuge oder ins Taschentuch. Außerdem sollten Sie zu Erkrankten Abstand halten (ca. 1-2 Meter).  


Besuche im Krankenhaus zwar noch eingeschränkt, aber wieder möglich!

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher, zum Schutze unserer Patient*innen und Mitar­beiter*innen bitten wir um  Beachtung folgender Fragen, Informationen und Regeln: 

Wenn Sie eine der folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten, ist ein Besuch nicht gestattet

1. Sie hatten in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer Person mit COVID-19.

2. Sie haben ≥ 38,0 o Fieber und/oder einen grippalen Infekt/eine Atemwegserkrankung. 

Die Besuchszeiten sind täglich von 10:00 bis 13:00 und von 15:00 bis 19:00 Uhr. 

  • Arztgespräche bitte vorher vereinbaren.   
  • Jeder Patient kann von  einem Besucher*in pro Tag besucht werden. Bitte halten Sie die Anzahl verschiedener Besucher gering. Es sollte möglichst immer die gleiche Person sein. 
  • Patient*innen mit COVID-19 Verdacht/- Erkrankung können leider nicht besucht werden. 
  • Es gibt weiterhin die Möglichkeit eines Besuches bei sozialen, ethischen und medizinischen Gründen nach Entscheidung der jeweiligen Chef- / Oberärzte/innen. 
  • Gleiches gilt für andere isolierte Patient*innen und Patient*innen auf der Intensivstation.
  • Ein Besuch der Cafeteria ist derzeit nicht gestattet. 

Regeln für den Besuch

  • Füllen Sie bitte den Fragebogen  für Besucher*innenan der Zentrale aus. Wir müssen Ihren Namen und Tel. Nr. vorübergehend notieren, um bei Bedarf Infektionsketten zu verfolgen. Sie können den Fragebogen auch vorab hier auf unserer Homepage herunterladen. 

Fragebogen für Besucher während der Corona-Pandemie

  • Sie erhalten dann eine Besucherkarte.  Melden Sie sich damit zuerst beim Pflegepersonal auf der Station an und geben dort die Besucherkarte ab. 
  • Tragen Sie während des gesamten Besuchs im Haus einen mitgebrachten Mund-Nasen-Schutz oder Ihre Mund-Nasen-Bedeckung. FFP2 Masken mit Ventil sind nicht gestattet
  • Halten Sie Abstand zu anderen, desinfizieren oder waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und beachten Sie die Husten-/Nies Etikette
  • Die Besuchszeit ist auf maximal 1 Stunde begrenzt
  • Es dürfen sich  maximal 2 Besucher*in gleichzeitig im Patientenzimmer aufhalten . 
  • Benutzen Sie zur und von der Station den direkten Weg. 


Regelung für die Geburtshilfe

Während der Geburt:

Die Patientin geht mit der Begleitperson nach ausfüllen des Fragebogens (siehe oben, steht zum download bereit) in den Kreißsaal. Die Begleitperson darf sich nicht in Wartebereichen oder auf Stationen des Krankenhauses aufhalten. Bei einem Kaiserschnitt können Schwangere (wie auch bei einer natürlichen Geburt) wieder von einer Person begleitet werden. 

Weiter gilt: Besuchspersonen müssen gesund sein und dürfen keinerlei Symptome von Corona bzw. einer anderen Infektionskrankheit aufweisen. Dies wird dokumentiert. Eine Begleitung in den Kreißsaal ist zudem nur dann möglich, wenn diese Person keine Kontakte zu  Personen gehabt hat, die positiv auf Corona getestet worden sind oder sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem vom RKI als Risikogebiet ausgewiesenen Bereich aufgehalten haben. Name und Telefonnummer werden dokumentiert.

Besuchsregelungen in der Geburtshilfe ab 20.05.2020: 

Familienzimmer werden wieder angeboten (je nach Verfügbarkeit)   Die Begleitperson muss sich im Krankenhaus registrieren lassen. Wie das konkret abläuft, siehe oben. Nur die Begleitperson kann die Wöchnerin entsprechend der Besuchszeiten besuchen. Der Besuch weiterer Personen ist nur in Ausnahmefällen möglich.  


Hilft das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes? 

Wir verweisen hier auf die Empfehlungen des Robert Koch-Institutes.  Laut dieser sind in der allgemeinen Bevölkerung die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor einer Ansteckung eine gute Händehygiene, eine korrekte Hustenetikette sowie das Einhalten eines Mindestabstandes (ca. 1-2 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen. Wenn eine erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen einen Mund-Nasen-Schutzes durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz). Dagegen gebe es keinen hinreichenden Beweis dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für eine gesunde Person das Risiko einer Ansteckung signifikant verringere.

Angesteckt – und nun? 

Das Robert Koch Institut (RKI) rät Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das zuständige Gesundheitsamt kann auf der Internetseite des RKI ermittelt werden. Wer sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten hat, sollte – unabhängig von Symptomen – möglichst zu Hause bleiben. Beim Auftreten von akuten respiratorischen Symptomen sollten Sie erst nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise, einen Arzt aufsuchen.

Wie schätzt das RKI (Robert-Koch-Institut) die aktuelle Lage ein?

"Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Die Zahl der Fälle in Deutschland steigt weiter an. Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein." Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern. 

Die aktuelle Bewertung der Corona-Lage finden Sie auf der Homepage des RKIs.

    


Die Bundesregierung weist darauf hin, sich bei Coronavirus-Symptomen an folgende Nummern zu wenden.

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Mehr Informationen 

Auf diesen Seiten finden Sie weitere aktuelle Informationen zum Coronavirus. 

Robert Koch-Institut

Weltgesundheitsorganisation

Europäisches Zentrum für Prävention und Kontrolle

Bundesgesundheitsministerium

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung



 
 
 
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