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10.12.2013

VHS-Vortrag: Zucker ohne Pieks

Viele Interessierte lauschten den Ausführungen unseres Chefarztes Dr. Markus Menzen und des niedergelassenen Diabetologen Dr. Stephan Kern über neue Behandlungsmöglichkeiten der Zuckerkrankheit. Die wichtigste Erkenntnis: Am meisten kann der/die Betroffene selbst zum Erfolg beitragen.

Fortschritte bei der Behandlung von Diabetes

Es ist eine Volkskrankheit: Bundesweit leiden zehn Prozent der Menschen unter der Zuckerkrankheit. 90 Prozent von ihnen sind Typ-2-Diabetiker, früher als Alterszucker bezeichnet, denn sie haben die Krankheit erworben. Dr. Stephan Kern, niedergelassener Diabetologe, nannte in seinem Vortrag im Rahmen der Reihe "Medizin im Dialog", die das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn gemeinsam mit der VHS ins Leben gerufen hat, die wichtigsten Risikofaktoren: Übergewicht, erhöhter Taillenumfang, Bewegungsmangel, Alkohol- und Tabakkonsum.

Als Basismaßnahmen bei Diabetes nannte er deshalb: gesunde, ausgewogene Ernährung mit mehr pflanzlichen Produkten sowie ballaststoffreichen, naturbelassenen Lebensmitteln, Bewegung (drei bis vier Mal pro Woche 30 Minuten an der frischen Luft) sowie die Einschränkung von Alkohol und den Verzicht auf Tabak. Die gute Nachricht: Vielfach bekomme man allein durch dieses Basisprogramm, das den Betroffenen in speziellen Schulungen nahegebracht wird, den Diabetes in den Griff und könne auf Medikamente verzichten. Wichtig sei die Wahrnehmung der Vorsorgeuntersuchungen (ab 35 Jahren alle zwei Jahre) beim Hausarzt. Denn: Je früher ein Diabetes erkannt und behandelt wird, desto besser können Folgeerkrankungen vermieden werden.

Dr. Markus Menzen, Chefarzt in der Inneren Abteilung und Leiter der Fußambulanz im Gemeinschaftskrankenhaus, stellte die großen Fortschritte der Medizin bei der Erforschung von Behandlungsmöglichkeiten des Diabetes vor und erläuterte die Wirkungsweise der vielen neu entwickelten Medikamente. Die verschiedenen Substanzgruppen und die Kombination von Präparaten verschaffen dem behandelnden Arzt eine Fülle von Behandlungsmöglichkeiten, so dass in vielen Fällen auf Insulin verzichtet werden kann - gemäß dem Titel der Veranstaltung: "Zucker ohne Pieks - moderne Therapie des Diabetes". Auch hier gelte: "Die Medikamente wirken umso besser, wenn der Patient / die Patientin die Lebensweise umstellt."

Während und nach den Vorträgen nutzten die Teilnehmer rege die Gelegenheit, die Fachärzte zu befragen, so dass ein echter Dialog entstand.


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