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Optimale Pflege

Optimale Pflege


Wie gewährleistet man die optimale Pflege des Patienten? Die wohl wichtigste Frage im Krankenhausalltag. Wir haben unsere Pflegedirektorin Ingrid Petschick zu diesem Thema befragt.


1)  "Qualifizierte und sichere Pflege" für den Patienten zu leisten ist Ihr Anspruch. Wie sieht das in der praktischen Umsetzung aus?

I. Petschick: Der Anspruch, gut qualifizierte Pflege zu leisten, beginnt bei der Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler. Wir haben eine eigene Krankenpflegeschule und sichern damit unseren Anspruch an die Pflege. Wir arbeiten deshalb von Anfang an mit ausgebildeten Praxisanleitern im Krankenhaus. Wir nehmen diesen Auftrag sehr ernst, weil wir wissen, dass eine gute Ausbildung unserer Auszubildenden und auch eine gute Einarbeitung von neuen Mitarbeitern einen wesentlichen Beitrag zu einer hohen Pflegequalität liefern.


2) Wie stellen Sie Patientensicherheit her?

Zur Patientensicherheit in unserem Haus gehört unter anderem, dass jeder Patient ein Identifikationsbändchen am Handgelenk trägt – Neugeborene haben noch ein zweites am Fußgelenk. Die Betten der Patientinnen und Patienten sind ebenfalls mit Namenschildern ausgestattet. Wenn Patienten das Zimmer verlassen und zum Beispiel zu einer OP gebracht werden gibt es mehrfach „Checks“ bei der Übergabe. Zu Verwechslungen kann es also nicht kommen.


3)  Gehört dazu auch die elektronische Patientenakte?

I. Petschick: Die elektronische Patientenakte stellt sicher, dass von allen unseren Standorten aus die Patientendaten für Mediziner und Pflegekräfte unter datenschutzrechtlichen Bedingungen einsehbar sind. Die Umstellung auf die elektronische Patientenakte, die wir auf dem Tablet-PC verfügbar haben, ist für uns ein großer Vorteil. Wir benötigen also keine handschriftlichen Kladden mehr, es schleichen sich keine Schreib- oder Übertragungsfehler ein. Die elektronische Patientenakte ist also auch ein Instrument zur Qualitätssicherung.


4) Warum haben Sie speziell geschultes Personal auf den verschiedenen Stationen?

I. Petschick: Als Pflegekraft muss ich nicht mehr nur wissen: Was darf der Patient essen, darf er aufstehen, welche Hilfen und Medikamente braucht er? Die Spezialisierung brauchen wir, weil die Anforderungen an die Pflege in der heutigen Zeit so unterschiedlich geworden sind. Ein Patient in der Orthopädie benötigt in der Regel eine andere Behandlungs-Pflege, als ein Patient in der Kardiologie.


5) Welche spezialisierten Fachkräfte beschäftigen Sie und welche Weiterbildungsmöglichkeiten haben die Pflegekräfte in Ihrem Haus?

I. Petschick: Wir haben in unserem Haus u.a. speziell ausgebildete „pain nurses“,Wundmanager, Praxisanleiter sowie spezielles OP- und Intensivpersonal. Unsere Stationsleitungen sind Krankenschwestern und -pfleger mit langjähriger Erfahrung in ihrem Fachgebiet, die ebenfalls eine Weiterbildung absolviert haben und regelmäßige Fortbildungen besuchen. Auf den interdisziplinären Intensivstationen – je eine im Haus St. Elisabeth und Haus St. Petrus – ist ebenfalls ganz speziell ausgebildetes Personal im Einsatz. Durch eine zweijährige Fachweiterbildung für Intensivpflege sind auch hier die Pflegekräfte besonders qualifiziert, um den schwer erkrankten Patienten mit allem, was medizinisch-technisch notwendig ist, aber auch mit dem was individuell menschlich benötigt, wird zu versorgen.



6)  Man merkt, dass die Zusammenarbeit in ihrem Haus auch zwischen den einzelnen Berufsgruppen sehr wichtig ist.

I. Petschick: Das ist richtig, denn zunächst geht es bei uns immer um das Patientenwohl. Wenn wir das leben wollen, geht es nur miteinander. Schließlich beruht ja auch das Leitbild des Gemeinschaftskrankenhauses auf den christlichen Grundwerten des Zusammenlebens. Wir haben hier eine sehr gute Atmosphäre, fast schon familiär. Viele Mitarbeiter sind schon seit vielen Jahren bei uns beschäftigt. Kürzlich konnten wir sogar ein 45-jähriges Dienstjubiläum feiern. Das ist in unserem Beruf schon sehr selten. Hier sind alle motiviert und ziehen an einem Strang. 

 
 
 
 
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