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Muskelschwund und Sturz! Vorbeugen, Handeln, Therapie.

Chefarzt Frank Otten im Gespräch mit einem Patienten.

Patientenveranstaltung „Geriatrie im Dialog“ – Thema: Muskelschwund und Sturz! Vorbeugen, Handeln, Therapie. Die Veranstaltung findet am 25.10.2017, von 17-19 Uhr, im Konferenzraum des Hauses St. Elisabeth statt. Keine Anmeldung nötig. Eintritt frei. 

 







Der Muskelabbau beginnt bereits zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Unternimmt man nichts, hat man mit dem Erreichen des 80. Lebensjahres zwischen 30-50 % der Muskelmasse verloren. Anstelle der Muskeln bildet sich dann Fett- und Bindegewebe. Dieses stützt den Bewegungsapparat nicht. Dadurch büßen Betroffene einen großen Teil ihres zuvor selbstbestimmten Lebens ein. Denn alltägliche Aktivitäten wie das Aufstehen, Anziehen, Treppensteigen oder Einkaufen werden zum Kraftakt. 
Sarkopenie ist der Fachausdruck für den rasanten Muskelabbau einiger alter Menschen. Neben dem Verlust von Selbstbestimmtheit ist eine weitere Folge die erhöhte Sturzgefahr, weil der Körper nichtmehr hinreichend durch Muskeln gestützt ist. Verbunden mit dem Sturz sind Verletzungen und Brüche, die langwierige Heilungsprozesse nach sich ziehen können. Während des Heilungsprozesses ist man in seiner Beweglichkeit eingeschränkt und baut unweigerlich weiter Muskeln ab. Die Regeneration eines sarkopenen Menschen dauert oft fast doppelt so lang. 

Ein weiteres Problem ist die veränderte Verstoffwechselung der aufgenommenen Nahrung und die häufige Appetit- und Durstlosigkeit der Patienten. Kommt es zur Mangelernährung kann der Körper auch kein neues Muskelgewebe aufbauen und körperliche Schwäche und Gebrechlichkeit sind die Folgen. Proteine liefern hier den wichtigsten Beitrag. Doch gerade diese werden nicht mehr so gut vom Körper aufgenommen. Aus diesem Grund kann es notwendig sein, die Ernährung anzupassen oder sogar Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen.
Doch Ernährung ist nur ein Baustein, der andere ist die regelmäßige sportliche Betätigung, welche über ein reines Ausdauertraining hinausgehen sollte. Hier muss genau darauf geachtet werden die richtigen Anreize für das Muskelwachstum zusetzen. Durch die Bewegung der Knochen kann auch einer weiteren Krankheit entgegengewirkt werden. Der Osteoporose. Denn der Knochen und die umschließende Muskulatur stehen in Wechselwirkung zueinander.

 
 
 
 
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