diabetestest
Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie
diabetes im zentrum

Diabetologie

Interdisziplinär arbeiten wir im Gemeinschaftskrankenhaus zusammen, um Diabetes zu behandeln.
Interdisziplinär arbeiten wir im Gemeinschaftskrankenhaus zusammen, um Diabetes zu behandeln.

Die Zuckerkrankheit zählt zu einer der häufigsten Erkrankungen bundesweit. In enger Zusammenarbeit mit Ernährungsspezialisten, Hausärzten und verschiedenen Fachabteilungen unseres Hauses sind wir in der Lage, unseren Patienten eine individuelle und nach neuesten Standards ausgerichtete Behandlung zu ermöglichen.

Hinzu kommen Diabetesberaterinnen und -assistentinnen DDG (von der Deutschen Diabetes Gesellschaft ausgebildet), Fachpsychologen DDG, Physiotherapeuten, Wundtherapeuten, Podologen sowie in der Betreuung von Diabetikern erfahrene Schwestern und Pfleger. 

Die Frage, ob die Behandlung stationär oder ambulant durchgeführt wird, hängt dabei vom individuellen Krankheitsbild der Patienten ab. Die notwendige Therapie stimmen wir dann gemeinsam mit unseren Patienten ab.

Weiterhin arbeiten wir eng mit dem Diabeteszentrum Rhein-Ahr zusammen, dessen ärztlicher Leiter Chefarzt Dr. Markus Menzen, Experte für Diabetologie und Endokrinologie ist.

Allen gemeinsam ist das Ziel, Ihnen bestmögliche Hilfestellungen zu geben, mit Ihrer Erkrankung im Lebensalltag gut zurechtzukommen. Ihre persönlichen Ziele und Wünsche werden bei uns ernst genommen und finden Eingang in das Behandlungskonzept. Durch die langjährige Erfahrung im Umgang mit Diabetes mellitus verstehen wir Ihre Probleme und tun alles, um Ihnen zu helfen, trotz der Zuckerkrankheit ein zufriedenes Leben zu führen. Deshalb nehmen wir uns Zeit für unsere Patienten, hören zu und genau hin, begegnen ihnen voller Empathie; denn wir möchten, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen.

Stationäre Behandlung

  • Akute Stoffwechselentgleisung bei Typ 1 und Typ 2 Diabetikern
  • Diabetesschulung und Stoffwechseleinstellung bei chronischer Stoffwechselentgleisung
  • Behandlung diabetesbedingter Folgeerkrankungen

* Herz- und Gefäßerkrankungen

* Diabetisches Fußsyndrom

 

diabetes im zentrum am Haus St. Petrus

Es ist ein Volksleiden: Bundesweit leiden zehn Prozent der Menschen unter der Zuckerkrankheit, viele auch unter den Folgeerkrankungen wie dem gefürchteten Diabetischen Fuß. Im Haus St. Petrus des Gemeinschaftskrankenhauses ist jetzt ein neues Diabetes-Zentrum mit Fußambulanz, einem DiaExpert Kompetenz-Center und einem orthopädischen Schuhgeschäft entstanden.

„Eine Versorgung für Diabetiker aus einem Guss“, freut sich Dr. Markus Menzen, diabetologischer Chefarzt der Inneren Abteilung, der in Zusammenarbeit mit dem Herz- und Gefäßzentrum einen überregionalen Ruf in der Behandlung des Diabetischen Fußes genießt. Diese Folgeerkrankung ist deshalb so gefürchtet, weil mehr als die Hälfte der etwa 300 000 Menschen, die jährlich in Deutschland daran erkranken, sich innerhalb von vier Jahren einer Amputation unterziehen müssen.

Der neuropathische Fuß

Bei Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom, deren Nerven geschädigt sind (Neuropathie), kann schon ein Steinchen im Schuh zu einer problematischen Wunde führen, da ein Fremdkörper ebenso wenig wahrgenommen wird wie der Schmerz. „Der neuropathische Fuß schweigt, also schweigt auch der Patient", ist eine häufige Erfahrung. Die unbemerkten Wunden entzünden sich leicht und heilen aufgrund von Durchblutungsstörungen nur schlecht, so dass ohne fachgerechte Behandlung das Absterben des Gewebes und die Amputation drohen. Dabei müsste dies vielfach nicht sein, wenn typische Fehler bei der Diagnostik und Behandlung vermieden würden. Deshalb ist für Dr. Menzen die enge Abstimmung mit den niedergelassenen Diabetologen und den betreuenden Hausärzten sehr wichtig.

diabetischer fuß

Diabetiker sollten ihre Füße immer gut im Auge behalten. Ist es aber doch zu einer behandlungsbedürftigen Wunde gekommen, ist die Diabetologische Fußambulanz die richtige Adresse: Wichtig für die oft gehbehinderten Patienten: der ebenerdige Zugang und die behindertengerechte Ausstattung. Die erfahrene Krankenschwester und Wundexpertin Sr. Kirsten Schade säubert die Wunde, bevor sie von Dr. Menzen untersucht und behandelt wird: Um die Heilung zu befördern, entfernt er entzündetes und abgestorbenes Gewebe. Besteht der Verdacht einer Durchblutungsstörung, schließt sich eine Ultraschalluntersuchung der Becken- und Beingefäße an. 

Der Patient wird sodann über die weitere Behandlung beraten: Wichtig ist die richtige medikamentöse Einstellung und die angepasste Lebensführung. Dazu bieten die Diabetesberaterinnen Schulungen und Einzelberatung an. Unterstützung erhalten sie und die Patienten durch die neu eröffnete DiaExpert Spezialhandlung, die sich, angeregt durch die niedergelassenen Diabetologen, im Gemeinschaftskrankenhaus angesiedelt hat. Sie ist die zweite Filiale dieser Art in Deutschland und bietet einen firmenneutralen Überblick über Produkte für Diabetiker: von Insulinpumpen über Blutzuckermessgeräte, diätetische Lebensmittel und spezielle Pflegeprodukte bis hin zu Büchern und Info-Material. Besondere Vorteile sind die objektive Beratung und die Möglichkeit, Geräte anzufassen und die Handhabung auszuprobieren. Außerdem gibt es Veranstaltungen und Seminare.

Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung unter einem Dach

Da bei den Patienten mit diabetischem Fußsyndrom Druckentlastung wichtig ist, kontrolliert Kirsten Schade die Schuhe: „Oft sind die zu klein, so dass Probleme programmiert sind.“ Kurze Wege haben die Patienten jetzt auch für die orthopädische Schuhversorgung: Das Sanitätshaus Rahm hat gleich nebenan ein Zentrum für Gesundheit eröffnet.

Liegen arterielle Verschlüsse im Unterschenkel oder Fuß vor, wird der Patient unter demselben Dach in der Interventionellen Radiologie oder der Gefäßchirurgie weiter behandelt: Mit einem Katheter bringt das Team der Interventionellen Radiologie (Chefarzt: PD Dr. Jochen Textor) Ballons zur Aufdehnung der Gefäße ein oder platziert spezielle Stents (Gefäßstützen). Bei langstreckigen Verschlüssen erfolgt eine Bypass-Operation durch die Gefäßchirurgen (Chefarzt: Dr. Jürgen Remig). Während des stationären Aufenthalts überwacht das Team von Dr. Menzen die Stoffwechselbehandlung, und speziell ausgebildete Pflegekräfte kümmern sich um die fachgerechte Versorgung von Wunden.

Auch nach der Entlassung bleibt die Fußambulanz eine wichtige Anlaufstelle. Über Gefäßprobleme hinaus werden hier in Kooperation mit den Schmerztherapeuten Diabetes-Patienten behandelt, die unter einer schmerzhaften Neuropathie leiden. Zusammen mit den Orthopäden werden komplexe Fußdeformitäten therapiert.

Das Gemeinschaftskrankenhaus als Top-Adresse für die Versorgung von Patienten mit Diabetischem Fuß hat sich weit in der Region herumgesprochen: 560 Betroffene wurden 2013 hier stationär behandelt – Arbeit, die durch die Deutsche Diabetesgesellschaft ausgezeichnet wird.

Nicht zuletzt profitieren auch viele Patienten, die sich im Gemeinschaftskrankenhaus einem Eingriff unterziehen, von der Kompetenz der Diabetologen, denn rund ein Viertel von ihnen ist zuckerkrank. Dr. Menzen: „Aufgrund der kurzen Wege und der guten Kooperation mit den Chirurgischen Abteilungen muss kein Diabetiker fürchten, dass seine Stoffwechselproblematik außer acht bleibt.“

 
 
 

Ihr Ansprechpartner

Menzen, Markus

Chefarzt diabetes im zentrum

Haus St. Petrus / Bonner Talweg 4-6
53113 Bonn
Tel: +49 228 508-1451
Fax:+49 228 508-1452
inneremedizin@gk-bonn.de

Terminvergabe für die Diabetische Fußambulanz

  • über das Sekretariat:
    Frau Elke Hengst
    Tel.: +49 228 508-1451  

  • sowie bei Notfällen über den diensthabenden Arzt der Inneren Medizin
    Tel.: +49 228 508-7239