Zur Startseite
Chronischer Schmerz
Akuter Schmerz
Team

Sektion Schmerztherapie

Die Schmerzpumpe hilft bei der dosierten Abgabe von schmerlindernden Medikamenten.
Die Schmerzpumpe hilft bei der dosierten Abgabe von schmerlindernden Medikamenten.

Chronischer Schmerz

Die Sektion Schmerztherapie mit Schmerzambulanz und stationärer Schmerztherapie widmet sich Patienten mit chronischen Schmerzen. Chronische Schmerzen unterscheiden sich in ihren Veränderungen grundsächlich von akuten Schmerzen. Ein Schmerz wird per definitionem als chronisch bezeichnet, wenn er mindestens drei Monate besteht. Zudem kommt es zu vielen Veränderungen im Bereich der Schmerzweiterleitung und Schmerzverarbeitung, sowie in psychosozialen Bereichen. Die eigentliche Schutz- und Warnfunktion ist aufgehoben. Chronische Schmerzen sind somit ein sehr komplexes Geschehen, was auch die Therapie sehr anspruchsvoll macht.
Ein wesentliches Element der Sektion Schmerztherapie ist die interdisziplinäre Ausrichtung. Das Team besteht aus Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, Psychologen, Physiotherapeuten weiteren Gesundheitstherapeuten, die sich alle auf dem Gebiet der Schmerzmedizin weitergebildet haben. Zusätzlich besteht eine enge Kooperation zur weiteren Fachabteilungen wir   Neurochirurgie, Neurologie sowie interventionelle Radiologie.
Gemeinsames Ziel ist die ganzheitliche Betrachtung um dem komplexen Schmerzgeschehen Rechnung zu tragen somit jedem Patienten die bestmögliche Therapie anzubieten. Regelmäßige Teambesprechung mit Informationsaustausch machen dieses möglich. Besonders schwierige Fälle werden in monatlichen Fallkonferenzen im großen Kreis von externen Experten besprochen.

Erster Anlaufpunkt  für chronische Schmerzpatienten ist unsere Schmerzambulanz Tel. 0228/ 5062265 Fax 0228 5062266,

Öffnungszeiten:  Mo, Di 8:00- 16:00, Mi 8:00 – 18:00, Do 8:00 - 16:00,  Fr 8:00 – 14:00

Ambulanz

In einem Erstgespräch, zu dem sie möglichst alle Vorbefunde mitbringen sollten,  wird eine ausführliche Anamnese erhoben und sie erhalten einen Fragenkatalog. Bei einem zweiten Termin  werden Sie körperlich untersucht und es werden die Therapieoptionen besprochen. In der Regel ist die Therapie eine Kombination aus aktivierenden Maßnahmen wie  z.B. Physiotherapie, ausführlichen Gesprächen, einer medikamentösen Therapie und gegebenenfalls weiteren Verfahren.

An weiteren Verfahren bieten wir an:

  • Triggerpunktinfiltration
  • Periphere Nervenblockaden
  • Rückenmarksnahe Verfahren
  • Sympathikusblockaden
  • Intravenöse Regionalanaesthesie
  • Ganglionäre lokale Opioidanalgesie

Zur Ergänzung der Diagnostik werden sie manchmal  noch zu einem anderen Fachkollegen überwiesen, oder Ihnen wird ein zweitägiges algesiologischen Assessment oder aber auch eine stationäre multimodale Therapie vorgeschlagen.

    Algesiologischen Assessment

    Die Behandlung von chronischen Schmerzen erfordert eine ganzheitliche Diagnostik, die auch bio- psychosoziale Faktoren berücksichtigt. Dies gewährleisten wir durch unser algesiologisches Assessment.
    Während eines zweitägigen Aufenthaltes werden die Ursachen einer Chronifizierung herausgearbeitet. Der Patient wird dabei von Kollegin/- innen unterschiedlicher Fachdisziplinen untersucht und befragt. In einer anschließenden Teambesprechung werden ein individueller Therapieplan und eine Therapieempfehlung erstellt, die an den einweisenden Arzt weitergegeben werden.

    Stationäre multimodale Schmerztherapie

    Die einzig effektive Therapie bei chronischen Schmerzen ist erwiesenermaßen eine multimodale Therapie mit mindestens 14 tägiger Behandlung und hoher Therapiedichte. Dieses kann nur im teilstationären oder stationären Bereich gewährleistet werden. Während des stationären Aufenthaltes steht Ihnen unser interdisziplinäres Team aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Psychologen, Physiotherapeuten, Gesundheitstherapeuten und  Ergotherapeuten zur Verfügung. Durch regelmäßige Teambesprechungen und  gemeinsame Visiten  ist der Informationsaustausch  und die ganzheitliche Betrachtungsweise gewährleistet.
    Da bei chronischen Schmerzen dem Selbstmanagement des Patienten durch die Änderung seiner Einstellung und seines Verhaltens eine wichtige Bedeutung für die Bewältigung zukommt, legen wir einen Schwerpunkt auf intensive psychologische Gespräche, tägliche Physiotherapie sowie Schmerzbewältigungstraining. So gelingt es, Patientenmotivation und -aktivität zu fördern und das Selbstwertgefühl zu stärken. 

    Ein wöchentlicher Therapieplan beeinhaltet:

    • Tägliche Entspannungsverfahren
    • Tägliche medizinische Trainingstherapie mit speziell angepasstem Bewegungstraining
    • Manuelle Methoden der Schmerztherapie
    • Psychologische Einzelgespräche
    • Schmerzbewältigungstraining in der Gruppe
    • Tägliche Visiten und Therapieanpassungen durch Stationsarzt und Psychologin
    • TENS (Hemmung der Schmerzleitung durch Nervenstimulation)
    • begleitende Akupunkturbehandlung.
    • Biofeedback

    Chronische Schmerzen entwickeln sich über Jahre und führen zu vielerlei Veränderung. Während des 14-tägigen stationären Aufenthaltes können diese Entwicklungen nicht sofort vollständig rückgebildet werden. Die multimodale Therapie wirkt nachhaltig, die Therapieeinheiten sollten im ambulanten Bereich weiter verfolgt werden um eine Effektivität zu gewährleisten.

    Schwerpunkte

    Rückenschmerzen:

    Aufgrund unserer engen Kooperation zu den Fachabteilungen Neurochirurgie, Radiologie und unserem interdisziplinären Team bestehend aus Anästhesisten und Orthopäden liegt einer unserer Schwerpunkte in der Behandlung von Rückenschmerzpatienten.

    Fibromyalgie:

    Therapieoptionen mit langen anhaltenden Effekt gegen Fibromyalgiebeschwerden sind  die Verhaltenstherapie und ein leichtes körperliches Training. Medikamentöse Therapieverfahren treten in den Hintergrund. Durch unser interdisziplinäres Team mit einer Diplompsychologin und einer Ärztin für psychosomatischen Medizin können verhaltenstherapeutische Maßnahmen sowohl in Einzel- als auch Gruppentherapien umgesetzt werden.

    Nervenschmerzen:

    viele chronische Erkrankungen wie der Diabetes mellitus oder Gefäßerkrankungen, aber Schlaganfälle können mit Nervenschmerzen einhergehen. Durch unsere enge Kooperation mit dem Diabetes Zentrum am Haus, der Gefäßchirurgie und den LVR Kliniken werden auch diese Patienten bei uns interdisziplinär umfassend betreut.


     

    Akutschmerztherapie

    Im Bereich der Akutschmerztherapie ist das GKH  als schmerzfreies Krankenhaus zertifiziert. Während und nach einer Operation sollten Schmerzen möglichst gering gehalten werden um Krankheitsverlauf und Genesung positiv zu beeinflussen.  Eine effektive Akutschmerztherapie bedeutet auch  eine gute Prävention gegen eine spätere Chronifizierung. 

    Akutschmerztherapie

    Um die Versorgung unserer Patienten nach der Operation zu verbessern, haben wir einen Akutschmerzdienst eingerichtet. Vor der Operation legen wir im Rahmen des Prämedikationsgespräches gemeinsam mit dem Patienten das spezifische Schmerztherapieverfahren fest.

    Zur Anwendung kommen:

    • Schmerzkatheter
    • Patientenkontrollierte Schmerztherapie (PCA)
    • Medikamentöse Schmerztherapie

    Nach der Operation kümmert sich der Akutschmerzdienst um die Patienten. Speziell geschulte Krankenschwestern („pain nurse“) in Zusammenarbeit mit einem speziell ausgebildeten Anästhesisten (Schmerztherapeuten) nehmen diese Aufgabe wahr.                                                                             

    Zudem haben wir alle Mitarbeiter auf den betroffenen Stationen geschult und sie dadurch in die Lage versetzt, eine umfassende und kompetente schmerztherapeutische Betreuung sicher zu stellen.

    Eine regelmäßige Fortbildung des Stationspersonals ist Bestandteil der engen Zusammenarbeit mit dem Akutschmerzdienst.

    Konsiliardienst

    Patienten anderer Fachabteilungen mit dem Symptom Schmerz werden auf Nachfrage von unseren Schmerztherapeuten mitbetreut. Den Kollegen wird ein detaillierter Schmerztherapieplan vorgeschlagen.

    PDA-Sprechstunde für werdende Mütter

    Die Periduralanästhesie, kurz PDA, ist ein Verfahren zur Schmerzlinderung bei der Geburt. Sie kann aus medizinischen Gründen oder auf Wunsch der Gebärenden notwendig sein. Bei der PDA werden Medikamente verwendet, die es Ihnen erlauben, sich weiterhin normal zu bewegen. So können Sie gehen oder die von Ihnen gewünschte Gebärposition einnehmen und so den Geburtsverlauf fördern. Die Betäubung wird im Kreißsaal durch den rund um die Uhr im Hause anwesenden Arzt für Anästhesiologie durchgeführt. 

    Das genaue Verfahren sowie die Vor- und Nachteile einer PDA besprechen wir gerne mit Ihnen. Wir empfehlen Ihnen, sich ca. 4 Wochen vor der Geburt von uns beraten und ggf. untersuchen zu lassen, so sind Sie zum Zeitpunkt der Geburt gut vorbereitet. Weitere Informationen erhalten Sie auch im Rahmen des Infoabends mit Kreißsaalführung.

    Informationen zum Ablauf der PDA

    Leitung: Prof. Dr. med. Pascal Knüfermann

    Ort: GKH Bonn - Haus St. Elisabeth – 2. OG Raum 302  

    Termine: jeweils MO zwischen 13.30 - 15.30 Uhr
    Kosten: Die Kosten werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

    Anmeldung und Information: 

    Chefarztsekretariat
    Fr. Schwarzer +49 228 506-2261

     

    Wir sind für Sie da!

    Heike Baumann
    Fachärztin für Anästhesie, Spezielle Schmerzmedizin
     
    Dr. med. Stephan Kurth
    Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie,
    Spezielle Schmerzmedizin

    Verena Scherp 
    Fachärztin für Anästhesie, Spezielle Schmerzmedizin
     
    Rebecca Schneider
    Fachärztin für Anästhesie, Spezielle Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie
     
    Dr. med. Gabriele Tilz
    Fachärztin für Anästhesie, Spezielle Schmerztherapie
     
    Dr. med. Beatrix Vill
    Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Spezielle Schmerztherapie
     
    Maria Wittmann
    Dipl.-Psychologin, Spezielle Schmerzmedizin

     
     
     

    Ihr Ansprechpartner

    Ermerling Heuser, Inge

    Leiterin der Sektion Schmerztherapie, Fachärztin für Anästhesie, spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, manuelle Therapie, spezielle Intensivmedizin

    Tel: +49 228 506-2265
    Fax:Fax:+49 228 506-2266
    schmerztherapie@gk-bonn.de

    Sprechstunden nach Vereinbarung

    Notfälle: +49 228 506-0

    TÜV

    Terminhinweise:
    11.05.17, 17-19 Uhr, Arzt-Patienten-Seminar "Mein Kopf zerplatzt: [...]", Haus St. Elisabeth