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Im Dialog

Auf in den Skiurlaub!

Gruppe beim Skifahren

Einfach die Skier unterschnallen und los geht´s?  Nicht ohne Vorbereitung!
Um sicher unten anzukommen und Verletzungen vorzubeugen, sollte zuvor nicht nur das Material sondern auch der Körper in Form gebracht werden.  Ansonsten kann es schnell zu bösen Überraschungen kommen. „Skifahren gehört zu den Sportarten mit besonders hohem Verletzungsrisiko“, erklärt Dr. Julia Abbing,  Oberärztin im Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn.
Vor  dem Urlaub sollte man mit einem speziellen Training beginnen, bestehend aus Ausdauertraining, Kraftübungen und Beweglichkeit. Viele Vereine und Fitnessstudios bieten dafür extra Skigymnastikkurse an. Aber auch zu Hause können Sie sich mit einem gezielten Trainingsprogramm  auf den Skiurlaub vorbereiten.
Diese Übungen zur Stärkung der Tiefenmuskulatur empfiehlt Dr. Julia Abbing für Zuhause:


1. Kniebeuge – Kräftigungsübung für die Rumpf- und Oberschenkelmuskulatur.
2. Standwaage – trainiert alle Muskelgruppen und fördert die Balance.
3. Seitstütz – stärkt die Schultern, die tiefliegende Rumpfmuskulatur und die seitlichen Bauchmuskeln.
 
Nicht nur der Körper sondern auch die Ausrüstung sollte top in Form sein. Die Ausrüstung kann man in einem Fachgeschäft überprüfen und wenn nötig neu einstellen lassen. Vor allem bei Kindern muss man die Ausrüstung jährlich anpassen, da sie wachstumsbedingt stetig größer und schwerer werden.  Zu jeder vollständigen Schutzausrüstung gehören: Helm, Handschuhe und eine Skibrille mit getönten Gläsern.
Immer mehr Wintersportler setzen auf einen Helm – und schützen damit nicht nur ihre Gesundheit, sondern retten vielleicht sogar ihr Leben.
In Italien, Kroatien und Slowenien herrscht beispielsweise Skihelmpflicht für Kinder unter 14 Jahren. 


Verhaltensregeln für Skifahrer und Snowboarder
1. Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.
2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise.
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.
3. Wahl der Fahrspur
Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.
4. Überholen
Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.
5. Einfahren und Anfahren und hangaufwärts Fahren
Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Skiabfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
6. Anhalten
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.
7. Aufstieg und Abstieg
Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
8. Beachten der Zeichen
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung beachten.
9. Hilfeleistung
Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.
10. Ausweispflicht
Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles die Personalien angeben.
 
Mit diesen Tipps und Hinweisen steht einem weihnachtlichen Skiurlaub nichts mehr im Weg. In diesem Sinne wünschen wir allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2017!
 
 
 
 

 
 
 
 
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