Von Schwangerschaftsdiabetes sind ca. 3% aller werdenden Mütter betroffen. Er entsteht während der Schwangerschaft und verschwindet nach der Entbindung meistens wieder.
Die Schwangerschaftshormone aus der Plazenta bremsen indirekt die Zuckeraufnahme aus dem Blut in die Zellen. Deshalb bildet die Bauchspeicheldrüse der werdenden Mutter mehr Insulin. Dies funktioniert bei manchen Frauen nicht richtig und kann zu einem erhöhten Blutzuckerwert führen.
Gefährdet für einen Schwangerschaftsdiabetes sind:
- Frauen, die zuckerkranke Verwandte ersten Grades (Eltern, Geschwister) haben
- übergewichtige Schwangere (BMI vor der Schwangerschaft über 27,0 kg/m2)
- Frauen über 30
- Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften
- Gestationsdiabetes in einer früheren Schwangerschaft
Warnzeichen für einen Diabetes während der Schwangerschaft sind:
- großer Durst der Mutter
- sehr schnelles Wachstum des Babys
- zu viel Fruchtwasser
In solchen Fällen wird zunächst ein Nüchtern-Blutzucker-Test durchgeführt. Werden dabei kritische Werte festgestellt, folgt ein oraler Glukose-Toleranz-Test (oGTT). Bestätigt sich dabei ein Schwangerschaftsdiabetes, muss die Mutter so leben wie eine Diabetikerin: Sie muss ihren Blutzucker regelmäßig messen, Insulin spritzen, weil Tabletten dem Kind schaden können, und Diät leben.
Wir bieten Ihnen in solch einem Fall eine enge Zusammenarbeit und Beratung durch unseren
Diabetologen Dr. med Marcus Menzen an.
Telefon: 0228 - 508 7222 oder 0228 - 508 1438