Das Gemeinschaftskrankenhaus verfügt in beiden Betriebsstätten über interdisziplinäre Intensivpflegestationen. Im Haus Elisabeth stehen fünf Betten zur Verfügung, im Haus Petrus neun.
Ziel der Intensivbehandlung ist es, die Funktionen eines gestörten lebensnotwendigen Organsystems wiederherzustellen, um Zeit zur Behandlung des Grundleidens zu gewinnen und ein Leben unter tragbaren Bedingungen zu gewährleisten.
Intensivbehandlung und -pflege benötigen demnach die Patienten, bei denen die übliche Therapie nicht ausreicht und deren Organismus bei schwerster Krankheit, Vergiftung, infolge eines Unfalls, einer Operation oder unvorhergesehener Komplikationen an die Grenze seiner Existenzfähigkeit geraten ist.
Intensivpflege versucht einen Spagat zu wagen zwischen medizinisch-technisch Notwendigem und den individuellen menschlichen Bedürfnissen. Es gilt zum einen die präzise Aufzeichnung der Vitalparameter zu garantieren, die Assistenz bei diagnostischen und therapeutischen Verfahren zu gewährleisten. Auf der anderen Seite steht die Begleitung eines Menschen (und meist auch seiner Angehörigen), der abrupt aus seinem Alltag gerissen wird und sich in einer lebensbedrohenden Krise befindet. In der Akutphase benötigt er die maximale Unterstützung und Übernahme seiner Lebensaktivitäten.
Später soll die persönliche Eigenständigkeit Schritt für Schritt gefördert und wieder hergestellt werden (soweit dies möglich erscheint). Das heißt z.B. Aktivierung durch Mobilisation, Entwöhnung vom Beatmungsgerät, Verbesserung der Kommunikation oder auch die Überwindung phasenhafter Verwirrtheitszustände. Es kann auch bedeuten, einen würdevollen Tod selbst unter intensivmedizinischen Bedingungen zu ermöglichen.
Der theoretische Teil der zweijährigen Fachweiterbildung für Intensivpflege wird an der Weiterbildungsstätte des St. Elisabeth-Krankenhauses in Neuwied angeboten. Die Teilnehmer werden für die Studientage freigestellt. Die praktischen Einsätze erfolgen in einem Rotationsverfahren innerhalb der Anästhesie- und Intensivabteilungen der einzelnen Häuser. Zusätzlich ist ein zweiwöchiger Einsatz in einer Dialysepraxis vorgesehen.
moderne Technik und menschliche Zuwendung
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Pflege des beatmeten Patienten
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