Unsere ethische Verantwortung


IntensivpflegeLiebe Patientin, lieber Patient!

 

„Wir schützen und fördern das Leben. Daher fühlen wir uns den ethischen Grundfragen besonders verpflichtet“, heißt es in unserem Leitbild. Deshalb haben wir ein Ethikkomitee eingerichtet, dem MitarbeiterInnen aller Berufsgruppen angehören. Zwei Mitglieder sind ausgebildete Berater für Patientenverfügungen.

Das Ethikkomitee tritt alle drei Monate zusammen und hat drei Aufgaben:

 

 


  • Es erarbeitet Empfehlungen für ethische Problemstellungen, die dann durch das Direktorium in Leitlinien allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden können.
  • Es schafft so die Grundlagen für ethische Fallbesprechungen.
  • Es organisiert Fortbildungen zu ethischen Themen (wie z. B. Patientenverfügungen, Organtransplantation, Therapiezielbestimmung, Spannungsfeld von persönlicher Freiheit und Fürsorge). Zudem hat jede/r die Möglichkeit, ethische Fragestellungen an das Komitee zu richten.


Pflegesituation

Die Beratungen des Ethikkomitees behandeln grundlegende Fragen des klinischen Alltags:

  • Wie kann in Zeiten schwerer Krankheit, in der jemand besonders verletzbar ist und sich vielleicht selbst nicht mehr äußern kann, dessen persönliche Freiheit und Würde bewahrt werden?
  • Wie können die Wertvorstellungen von Patientinnen und Patienten in die klinischen Entscheidungen einbezogen werden?
  • Wie kann die letzte Lebensphase eines Menschen, wie können Situationen von Krankheit, Hilflosigkeit und Gebrechlichkeit so gestaltet werden, dass der Einzelne die Möglichkeit hat, seinen Wertvorstellungen entsprechend leben zu können und behandelt zu werden?      

 

Häufig sehen sich die behandelnden Ärzte mit komplexen Entscheidungsprozessen konfrontiert, die mehr erfordern als medizinisches Fachwissen: Was tun, wenn die Medizin helfen kann, der Patient das aber nicht will? In solchen Fällen kann jeder Mitarbeiter eine ethische Fallbesprechung einberufen. Dort werden dann –  von einem neutralen Moderator begleitet – die Fakten zusammengetragen und unter Einbezug der verschiedenen Berufsperspektiven im Konsens mit dem erklärten oder mutmaßlichen Willen der Patientin oder des Patienten erörtert. Als Gesprächsergebnis wird eine Empfehlung an den behandelnden Arzt ausgesprochen.

 

Das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn ist eine von rund 150 der insgesamt 2.200 deutschen Kliniken, die ein Ethikkomitee haben.


 

Christoph Bremekamp
Krankenhausoberer Christoph Bremekamp

Bei Fragen zu unserem Ethikkonzept wenden Sie sich bitte an:
 

Christoph Bremekamp

Tel.: +49(0)228 508-1500

Email: c.bremekamp@gk-bonn.de